Kirche St. Josef

Als Kirchenpatron wurde auf Grund der Lage der neuen Kirche im schnell wachsenden Industrie- und Arbeiterviertel der Stadt Dingolfing der heilige Josef, der Patron der Arbeiter gewählt. Das Patrozinium ist am 1. Mai. Die überlebensgroße Statue des Pfarrpatrons an der rechten Chorwand – über dem Seitenaltar angebracht – ist ein Werk des Regensburger Bildhauers Max Reiger aus dem Jahre 1964. Vorbild dieser Plastik ist die Figur des Hl. Josefs in der Niedermünsterkirche zu Regensburg. Das Original, eine barocke Figur aus dem Jahre 1720, ist etwas kleiner. In Auftrag gegeben wurde diese Plastik durch den ersten Pfarrherrn von Dingolfing St. Josef, H.H. Wilhelm Georgi. Das Rohmaterial für die rund 2,50 m hohe Figur waren zwei Kubikmeter Lindenholz. Die fertige Skulptur hat ein Gewicht von immerhin rund drei Zentnern, obwohl sie innen ausgehöhlt ist. Für die Erstellung dieser Plastik hat der Künstler etwa 1250  Arbeitsstunden benötigt.

Wendet der Betrachter seinen Blick etwas weiter Richtung Chorraum, sieht er eine alles beherrschende Holzplastik des auferstandenen Christus. Umgeben wird die Christusfigur von einem Strahlenkranz, der ein sich auflösendes, den Tod überwindendes Kreuz symbolisiert. Geschaffen wurde diese Plastik im Jahre 1986 ebenfalls von dem Regensburger Bildhauer Max Reiger. Bis zur Anbringung der neuen Plastik war über dem Altar ein schlichtes Holzkreuz angebracht, dass sich nunmehr an der nördlichen Aussenseite des Kirchenschiffs befindet. Bereits bei den ersten Rohentwürfen war vorgesehen – wie in der Schwesterkirche auch realisiert – hinter dem Hochaltar ein die ganze Rückwand einnehmendes Gemälde anbringen zu lassen. Genau wie der Bau eines Pfarrsaales fiel auch dieser Plan den finanziellen Gegebenheiten zum Opfer.